8 Tipps, wie du mit veganer Ernährung langfristig abnehmen kannst


Vegan wird man aus ganz unterschiedlichen Gründen. Bei mir hat es damit angefangen, dass ich abnehmen und meinem Körper etwas Gutes tun wollte. Vor 3 Jahren hatte ich noch mächtig Übergewicht, fühlte mich nicht wohl, habe völlig ungesund und unbewusst gegessen und gelebt. Mit der Umstellung auf die vegane gesunde Ernährung purzelten dann plötzlich die Kilos (insgesamt 20) und ich habe in der Zeit einiges über meinen Körper gelernt. Das Gewicht konnte ich, bis auf ein paar kleine Schwankungen, bisher sehr gut halten und möchte allen Leuten, die momentan noch mit ihrem Körper hadern, ein paar Tipps zum langfristigen Abnehmen mit veganer Ernährung geben.



Zuerst einmal: Du bist toll, egal wie du gerade aussiehst :-)! Nichts und niemand - weder dein Partner, deine Mutter noch ein blödes Schönheitsideal aus den Medien - sollte dir vorschreiben, wie du aussehen musst! Dieser Artikel ist alles andere als ein "So bekommst du die perfekte Bikini-Figur"- Beitrag. Ich spreche genau die Menschen an, die unzufrieden mit sich selbst sind und sich in ihrem Körper nicht wohlfühlen, so wie es bei mir jahrelang der Fall war.
Diese Tipps sind vielleicht nicht allgemeingültig und funktionieren nicht für jeden, ich denke aber, dass sie euch beim Abnehmen sehr gut unterstützen können. Hier meine 8 Ratschläge für euch..
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1. Esse möglichst clean!

Was bedeutet das? Möglichst viele natürliche, unverarbeitete Lebensmittel! Dazu zählen Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und vieles mehr, Fertigprodukte und Zusatzstoffe sollten hingegen eher selten auf dem Speiseplan stehen. Ich weiß selbst, dass das manchmal nicht ganz einfach ist ;-). Warum das Ganze? Unser Körper kann natürliche Kost ganz einfach besser verdauen und so stehen dem Körper viel mehr Energie und Nährstoffe zur Verfügung.


2. Gönn dir Ausnahmen, aber keine geplanten Cheatdays!

Meine persönliche Meinung: Cheatdays sind eine blöde Erfindung. Tage, an denen man sich bewusst anders (und zumeist schlechter) ernährt als sonst, sind für mich überhaupt nicht hilfreich. Ich glaube, dass solche Tage schnell ausarten können und dann alles reingeschaufelt wird, was man sich an den anderen Tagen "verboten" hat. Somit bekommt ein Cheatday auch noch eine positive Assoziation und man freut sich auf eigentlich "schlechte" Sachen - muss nicht sein!
Dennoch sollten Ausnahmen erlaubt sein - nicht nur um etwas "gesellschaftskompatibler" zu sein (zum Beispiel, wenn du mit Freunden ausgehst und dann nicht clean essen kannst), sondern auch um etwas Druck aus der Sache zu nehmen.

3. Move your ass!

Ein aktiver Lifestyle gehört für mich zum veganen Leben dazu wie das Kala Namak zur Avocado! Du musst nicht 5 x die Woche 2 Stunden Sport machen, aber Bewegung ist fürs Abnehmen nun mal sehr förderlich.
Keine Zeit für Sport ist eine Ausrede, die ich auch jahrelang benutzt habe, aber es reicht schon, einfach mal öfter zu Fuß zu gehen oder das Fahrrad zu nehmen, sich mit Freunden zum Sport zu verabreden oder Zuhause Wassermelonen zu stemmen. Sport tut gut, gibt Energie und lässt die Pfunde purzeln. No excuses!

4. Carb up! Keine Angst vor Kohlenhydraten!

Kohlenhydrate sind in vielen Köpfen immer noch als "Dickmacher" bekannt. Als ich mit Vegan For Fit anfing, suchte ich mir auch extra die Low Carb Gerichte aus dem Buch aus. Das ist Bullshit, denn Carbs machen glücklich! Kohlenhydrate versorgen uns mit Energie, sind also Brainfood und Muskelbenzin für uns, auf das wir nicht verzichten sollten. Dabei solltest du aber unbedingt auf hochwertige Kohlenhydrate achten, die du zum Beispiel aus Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten bekommst. Weißmehl und Industriezucker enthalten eher leere Kohlenhydrate, auf die man gut und gerne verzichten kann und sollte ;-).

Gelegentliche Low Carb Mahlzeiten sind natürlich kein Problem, aber eine Diät oder langfristige Ernährung, die auf wenig Kohlenhydrate abzielt, ist ungesund und macht uns auf Dauer energielos und unglücklich.

5. Ausreichend trinken!

Wasser wird für alle Stoffwechsel- und Ausscheidungsvorgänge benötigt und sorgt dafür, dass wir uns fit und vital fühlen. Ich denke, dass Wasser trinken vielleicht keinen direkten Einfluss auf das Abnehmen hat, allerdings sorgt es für eine pralle Haut und kurbelt den Stoffwechsel an. Tipps, wie du es schaffst, mehr zu trinken, findest du hier.

6. Iss intuitiv und bewusst!

Das ist wahrscheinlich leichter gesagt als getan, denn auch ich habe mit diesem Punkt noch so manches Mal Probleme. Was ich eigentlich sagen möchte: Höre auf deinen Körper! Früher habe ich vor dem Fernseher gegessen und oft gar nicht gemerkt, dass ich schon satt bin. Das Essen genossen habe ich schon gar nicht, es war einfach pure und notwendige Nahrungsaufnahme.

Heute richte ich mein Essen wunderschön an, erfreue mich an den Farben, teile es mit der Welt und genieße die verschiedenen Aromen. Bewusst essen bedeutet, sich auch mal klar zu machen, wie wundervoll unsere Lebensmittel eigentlich sind und wie gut sie unserem Körper tun können.

7. Schmeiß die Waage weg!

Jaa, das ist mein Ernst! Ich habe dieses blöde Ding jahrelang darüber entscheiden lassen, ob ich glücklich oder unglücklich bin! Eine Waage! Sicherlich kennen einige diese Situation: ihr schaut in den Spiegel und habt ein gutes Gefühl, steigt dann auf die Waage und seid wieder deprimiert. Wieso tut ihr euch so etwas an? :-) Das Gewicht ist lediglich ein Wert, der nichts über unser Wohlbefinden aussagen sollte, sondern uns nur unter Druck setzt und den Zahlen eine viel zu große Bedeutung beimisst. Unsere Waage steht unbenutzt in der Ecke, denn mein Spiegelbild sagt viel mehr aus!

8. Habe Geduld!

Du brauchst nicht erwarten, dass vegane Ernährung eine Wunderdiät ist, die dich von heute auf morgen schlank und fit macht. Wie bei jeder Ernährungsumstellung ist Geduld hier das A und O. Es ist doch viel gesünder, langsam, aber dafür nachhaltig abzunehmen. Jeder Körper ist anders und deshalb solltest du deine "Erfolge" auch nicht mit anderen vergleichen. Nur weil ich 20 kg abgenommen habe, muss das bei dir noch lange nicht der Fall sein. Du machst auch nichts falsch, wenn es nicht richtig vorwärts geht.
Dein Körper muss sich erst langsam auf die neue Kost einstellen und es kann durchaus möglich sein, dass das Ganze eine Weile dauert. Außerdem bin ich mir sicher, dass psychischer Druck, den du dir selbst machst, nicht gerade förderlich fürs Abnehmen ist ;-)

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Letztendlich kann ich euch nur einen wichtigen - wenn nicht sogar den wichtigsten - Tipp mitgeben: Focus on health, not on weight! Die Gesundheit sollte an erster Stelle stehen! Dieser Grundsatz wird zwangsläufig dazu führen, dass du dich wohlfühlst und dass die Pfunde purzeln. Glaub mir, ich spreche aus Erfahrung ;-)

 Was sind eure Tipps zum Abnehmen? Welche Erfahrung habt ihr mit veganer Ernährung in diesem Zusammenhang gemacht?


Juliane

Kommentare

  1. Hey super tipps freue mich das ich es gelesen hab

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  2. Hey super tipps freue mich das ich es gelesen hab

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  3. Sehr gute Tipps, die du gibst ;) Gerade der Punkt mit der Geduld ist so super wichtig. Viele probieren die vegane Ernährung aus und da sie nicht sofort die gewünschten Erfolge bekommen, lassen sie es direkt wieder. So schade!

    Liebe Grüße
    Lena | www.healthylena.de

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  4. Danke Lena... genau so siehts aus, das find ich auch immer sehr schade! Vor allem schafft man es dann ja auch kaum, zu genießen... und das sollte man unbedingt bei dem tollen Essen :)

    Danke auch dir, liebe Monia!

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  5. Danke Monia, das freut mich, dass die Tipps dir helfen :)

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