"Los Veganeros" - jetzt kommt der vegane Kinofilm

"Wie, jetzt habe ich noch nicht mal mehr im Kino meine Ruhe vor diesen Veganern?" - so ein tatsächlicher Wortlaut aus meiner Uni, als jemand von dem neuen Kinofilm erzählt, der sich um das Thema pflanzliche Ernährung und Tierschutz dreht. Ja, so langsam fangen wir an, die Welt zu retten ;-)! Mit "Los Veganeros" erscheint ab dem 20. März jedenfalls ein ziemlich cooler Streifen in ausgewählten Kinos, der nicht nur zum Nachdenken anregt, sondern auch jede Menge Humor und Spannung bietet. Schaut ihr ihn euch an?


 "Der Regenwald wird für Viehweiden und Futteranbauflächen abgeholzt, der Fleischkonsum der Deutschen steigt weiter an und in der Region Hannover sollen neue Schweinemastanlagen gebaut werden. Die meisten Menschen scheinen damit nicht wirklich ein Problem zu haben. Alma schon.
Alma ist 94 Jahre alt und passionierte Umweltaktivistin. Durch Annoncen in der Lokalpresse versucht sie regelmäßig Kontakt zu Gleichgesinnten aufzunehmen. So lernt sie u.a. auch die 28 jährige Kindergärtnerin Vicky kennen. Vicky lebt vegan.
Überzeugt von ihrem Tatendrang stellt Alma ihr ein paar Freunde vor, die sich regelmässig im Restaurant “Los Veganeros” treffen, um Aktionen zu planen.
Als Vicky schon nach kurzer Zeit vorschlägt den örtlichen Schweinemäster Heinz Granitzka für eine Nacht zu entführen, um so auf die Missstände in seinem Betrieb aufmerksam zu machen, trifft die Gruppe eine Entscheidung mit fatalen Folgen..."

Vor kurzem lief der Film anlässlich der Berlinale schon auf dem "Green me Filmfestival" in Berlin und sowohl Presse als auch Zuschauer waren begeistert. Der Film ist in einigen Städten bereits ausverkauft und ich bin wirklich sehr gespannt, wie er bei uns anläuft. Die Schauspieler Nils Brunkhorst, Inez Björg David, Hendrikje Fitz und Rosalie Wolff sind bekannt aus Soaps wie Gute Zeiten Schlechte Zeiten, In aller Freundschaft oder Verbotene Liebe und machen alle einen super Eindruck im Trailer.
 




Ich würde mir wünschen, dass nicht nur Veganer, sondern auch Omnis und alle, die absolut nichts mit veganer Ernährung am Hut haben, sich den Film anschauen. So werden die Leute nicht nur super unterhalten, das Thema findet auch mehr Anklang in der breiten Bevölkerung. Also ladet eure Freunde ein und sucht bei Facebook bei der Veranstaltung in der Stadt in eurer Nähe ;-). In welchen Kinos der Film zu sehen ist, erfährst du auf der Homepage von "Los Veganeros".

 




Schaut ihr euch den Film an? Wie findet ihr die Story und den Trailer?

 
Stay tuned and vegan,
 
 
Juliane


Kommentare

  1. Bin auch mega gespannt. Und ich hab schon eine Autogrammkarte :-) Waren letzte Woche auf der VeggieWorld und da war auch Rosalie Wolff, die ist echt cool ist selbst vegan und hat sogar seit vielen Jahren ein eigenes veganes Geschäft :-)
    http://www.prisma.de/news/Rosalie-Wolff-Fleisch-Nie-wieder,3294874

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  2. Hi Melanie!

    Wow cool, ich wusste gar nicht, dass sie die Inhaberin von Smilefood ist! Der Shop ist sehr cool! Ein echtes Vorbild, die Liebe ;-)

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  3. Der Film bedient die üblichen, veganen Klischees (vegan = schlank, klug, omni = dick, doof) und ist somit das Richtige für diejenigen, die sich mit veganer Ernährung als etwas "Besseres" fühlen wollen. Ob das die Intention des Drehbuchschreibers war, bleibt offen.
    Eine echte Entwicklung sieht man bei den Hauptfiguren nicht. (Abgesehen davon, dass der Freund der Hauptdarstellerin durch sie vegan wird und sofort damit beginnt, auf einer Grillparty anderen Leuten ihr Essen zu verleiden.) Sogar zum Schluss verteidigt die Hauptdarstellerin ihren radikalveganen und dabei offenbar auch nicht vor Straftaten zurückschreckenden Kurs immer noch mit den Worten: "Wer hat zuerst den Respekt vor dem Leben des anderen verloren?" Von so etwas wie Einsicht oder Selbstreflexion keine Spur.

    Darüber hinaus nimmt der Regisseur Lars Oppermann selbstredend gern Lob und Anerkennung für seinen Film entgegen. Sobald er aber Kritik für sein klischeebedienendes und (meiner Ansicht nach) sonst ziemlich farbloses Werk bekommt, wird er offenbar sauer und basht sogar andere Veganer, die den Film halt dummerweise nicht toll fanden.
    Ich muss aber zugeben, dass mich das auch nicht sonderlich überrascht hat.

    Viele Grüße
    Eisenbahnfan

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  4. Danke für dein Feedback Eisenbahnfan! Ich konnte mir den Film leider nicht anschauen, kann da also nicht mitreden. Dass der Film aber auch in gewisser Weise mit Klischees spielt, war mir schon klar. Außerdem sollte man vielleicht nicht alles aus dem Film so ernst nehmen, immerhin ist der Film eine Dramödie (Drama und Komödie) ;-)
    LG, Juliane

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  5. Hallo liebe Juliane.

    Danke für Deine Antwort. Natürlich ist das Ganze immer noch ein Spielfilm. Wenn aber auf solch billige Stereotypen ("Omnis doof, Veggies klug") gebaut wird, ohne dass zu guter Letzt eine "Auflösung" dieser Klischees erfolgt, dann hat das eben, zumindest für mich, den faden Beigeschmack des Omnibashings.

    Ich stimme Dir vollkommen zu, dass man nicht alles aus dem Film ernst nehmen sollte. (Auch wenn ich mich nach dem Anschauen gefragt habe, was ich an dem Film überhaupt ernst nehmen soll.) Die Leistung der Darsteller ist meiner Ansicht nach bestenfalls Mittelmaß. Okay, es sind auch keine Profis, die da spielen. Und Soaps wie "Verbotene Liebe" oder "GZSZ" sind jetzt von der schauspielerischen Brillanz her auch nicht unbedingt das Maß aller Dinge. Was mich allerdings wirklich schockiert hat, ist die Botschaft, die in diesem Film mitschwingt: "Veganer sind toll, alle Anderen sind die Bösen, und Straftaten sind, wenn sie im Sinne des Veganismus durchgeführt werden, das richtige Mittel zum Zweck."

    Das Einwerfen von Schaufensterscheiben bei Metzgern, das Besprühen von Pelzmänteln mit Buttersäure, das Beschmieren von Häuserwänden und Fahrzeugen und sogar das Anzünden von Autos und Mastställen gelten in der radikalen Tierrechtlerszene (Stichwort: Animal Liberation Front) oftmals als völlig akzeptable Handlungen. Und nun wird da ein Film gezeigt, in dem die Hauptdarstellerin solche kriminellen Aktionen offenbar auch noch gutheißt und zu rechtfertigen versucht. Zumindest kam es bei mir so an.
    "Super unterhalten", wie Du oben geschrieben hast, werden in diesem Film hauptsächlich Leute, die ohnehin Veganer sind oder zumindest große Sympathie für den Veganismus hegen. Diese Leute werden vermutlich auch den größten Teil des Publikums stellen, was wieder das größtenteils positive Feedback seitens der Zuschauer erklärt. Als Film, der auch kritischen Zuschauern den Veganismus näherbringen soll, ist dieses Werk meiner Ansicht nach völlig ungeeignet und richtet am Ruf des Veganismus mehr Schaden denn Nutzen an. Auch wenn der Regisseur versucht, die radikale und in meinen Augen mehr als bedenkliche Botschaft des Streifens hinter der lustigen Bezeichnung "Dramödie" zu verstecken, ändert dies nichts an dem missionarischen Unterton.
    Ein konkretes Beispiel dazu: Ein veganer Lehrer fordert all diejenigen seiner Schüler auf, aufzustehen, die regelmäßig bei einer großen Fastfoodkette essen gehen. Diese Schüler werden dann bloßgestellt und verhalten sich dementsprechend "schuldbewusst", indem sie betreten zu Boden schauen. Ist diese dualistische Weltanschauung - "Wir die Guten und die die Bösen!" - das, was man sich für die Gesellschaft erhofft? Ich finde eine solche Darstellung erschreckend. Aber das ist auch nur meine Meinung.

    Der Regisseur Lars Oppermann hat, als er auf der Webseite eines Vegetariers für diesen Film kritisiert wurde, gemeint, man solle gefälligst nicht - Zitat - "die Arbeit von Leuten schlechtreden, die gerade wirklich etwas bewegen" - Zitat Ende - sondern - Zitat - "selbst was bewegen (z.B. mit einem Film)" - Zitat Ende. Da Herr Oppermann überhaupt nicht wissen kann, ob bzw. was der Kommentator in seinem Leben vielleicht bewegt, halte ich diese Reaktion doch für ziemlich überzogen und einen Ausdruck für mangelnde Kritikfähigkeit seitens des Regisseurs. Statt sich differenziert mit der Kritik auseinanderzusetzen, wird ein Rundumschlag gemacht und mit der Parole "Mach's Du doch erst mal besser!" von der Kritik abgelenkt. Ob dieser Umstand anderen Menschen den Film oder seinen Macher sympathischer macht oder Kritikern den Veganismus näher bringt, bleibt fraglich.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag. (Ab heute Nachmittag ist das Wochenende näher als der Montag. ;)
    Eisenbahnfan

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  6. Mal schauen, ob es den Film auch bald auf DVD gibt, dann muss ich ihn mir mal anschauen und mir selbst ein Urteil bilden.
    Zur Kritikfähigkeit des Regisseurs: Ich gebe dir da vollkommen Recht, hoffe aber, dass derjenige tatsächlich konstruktive Kritik gegeben hat (so wie du hier gerade) und nicht nur rumgemeckert hat. Dann würde ich unter Umständen auch so emotional reagieren wie Lars Oppermann. Ansonsten find ich das auch nicht ok, Kritik sollte man immer annehmen können.

    Straftaten heiße ich natürlich auch nicht willkommen, schon gar nicht in dem Ausmaß wie oben beschrieben. Ich verstehe, was du meinst. Ich kenne auch ein paar radikale Veganer, mit denen ich mich auf keinen Fall identifizieren würde. Vielen Dank für deine ausführliche Antwort!

    Liebe Grüße und dir ebenfalls einen schönen Tag ;-)

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  7. Hallo liebe Juliane.

    Ich fand die Kommentare durchaus sachlich und konstruktiv. Die Antworten des Regisseurs klang im Gegensatz dazu sehr patzig und so, als hätte man ihm die Freude an einem liebgewonnenen Spielzeug verdorben. Leider habe ich nirgends eine Mailadresse von Dir gefunden, sonst hätte ich Dir den Link zu dem entsprechenden Diskussionsfaden geschickt, damit Du Dich selbst überzeugen kannst. (Hier im Kommentarbereich möchte ich ungern Links einbauen.)

    Ich hätte sicher nichts gegen eine vegane Komödie bzw. einen veganen Actionfilm gehabt. Aber die Bedienung der gängigen Klischees war einfach zu offensichtlich und zieht den Veganismus - vermutlich unabsichtlich - ins Lächerliche. Dazu kommt noch die Hauptfigur, die von ihrem Verhalten her bedauerlicherweise zu eben den radikalen Veganern zu rechnen ist, mit denen Du Dich nicht identifizieren würdest.
    Leider muss man es so sagen: Wegen exakt diesem Typus Veganer fügt eine gute Freundin von mir jedes Mal, wenn sie von ihren Essgewohnheiten spricht, hinzu: "Aber ich bin keiner von DIESEN Veganern!" Ich habe mir gemeinsam mit ihr diesen Film angeschaut, und sie war der gleichen Meinung wie ich. Ihr sinngemäßer Kommentar: "Hoffentlich hat sich diesen Film keiner angeschaut, den ich kenne."

    Liebe Grüße zurück.
    Eisenbahnfan

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  8. Hallo nochmal,

    ich habe inzwischen auch mit zwei Veganerinnen gesprochen, die exakt der gleichen Meinung sind wie du! Sie meinten, sie hätten sich, wenn sie Allesesser wären, in dem Film sehr herabgesetzt gefühlt. Dabei war die Intention ja eigentlich ein bisschen Aufklärung und viel gute Unterhaltung und nicht die Diffamierung von Fleischessern (hoffe ich zumindest). Sehr schade!

    Ich kann verstehen, dass deine Freundin so denkt. "Die Veganer" sind eben keine homogene Masse und der eine ist sehr tolerant, der andere sehr radikal. Oft werden dann alle als "missionarische Gutmenschen" in einen Topf geworfen, was ich schade finde.

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  9. Hallo liebe Juliane.

    Sollte tatsächlich Aufklärung die Absicht des Lars Oppermann gewesen sein, dann kann ich nur sagen: "Thema verfehlt." Aber so bedauerlich das auch ist: Die Definition von "Unterhaltung" und das Bashen von Omnis ist leider bei manchen radikalen Kampfveggies schon fast als Synonym zu bezeichnen.
    Diese Leute handeln im Grunde so wie die Pöbelbengel früher auf dem Schulhof: Sie erniedrigen andere Menschen, um sich selbst zu erhöhen. Es ist Unterhaltung, na klar. Aber eben nur für eine sehr klar umrissene Zielgruppe. Nämlich die, die sich - wie oben schon erwähnt - als Veganer von der "Masse" abgrenzen und sich als etwas Besseres fühlen will.

    Ich kann mir vorstellen, dass es schlimm ist, wenn man dann mit denen in eine Schublade gesteckt wird: "Was? Du bist Veganer? Versuch' bloß nicht, mich zu bekehren!" Der Dschihad der Ernährungsformen... einfach nur traurig.

    Viele Grüße und eine gute Nacht.
    der Eisenbahnfan

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