Fazit der Raw-Challenge & Tipps, wie der Einstieg ins Rohkostleben gut gelingt

 
Unsere Rohkost-Woche ist vorbei und es wird Zeit für ein endgültiges Fazit! Die Woche verging eigentlich viel zu schnell und um langfristige Veränderungen festzustellen, müssten wir das Ganze natürlich etwas länger durchziehen. Dennoch waren wir von Anfang an begeistert und haben sehr viel positive Erfahrungen damit gemacht. Wir bleiben zwar nicht bei 100 % Rohkost, aber wollen diese tolle Ernährungsweise unbedingt in unseren Speiseplan weiter einbauen! Let´s go raw ;-)!

 
Wer bisher noch nichts über unsere eigene kleine Raw-Challenge gelesen hat, kann das hier kurz nachholen. Der Sinn dahinter war es, einfach mal in die Rohkost-Welt einzutauchen und die positiven Eigenschaften dieser Ernährung kennenzulernen.
 

Ihr fragt euch Warum?

 
Je natürlicher und unverarbeiteter unsere Lebensmittel sind, desto besser können sie nicht nur von unserem Körper verwertet, sondern auch verdaut werden. Deshalb führt die rohvegane Ernährung zu einem fitten, vitalen und leichten Körpergefühl und auch zu viel Energie, da diese nicht mehr für die aufwendige Verdauung "verschwendet" wird.
 
Wer zum ersten Mal "Rohkost" hört, stellt sich wahrscheinlich langweiliges Auf-dem-Salatblatt-rumkauen vor - doch dem ist natürlich nicht so :-). Es gibt unglaublich viele tolle Rohkost-Rezepte, die lecker sind und satt machen. Gefüllte Paprika, Zucchini-Lasagne, Blumenkohlpüree, Gemüsesticks, Tomatensuppe oder Gemüsepasta sind nur einige Inspirationen, die bei euch auf dem Teller landen können. Im Blog vom Rohkost1x1 habe ich 31 Gründe gefunden, warum du Rohkost unbedingt ausprobieren solltest.  
 

Was hat sich in unserer einwöchigen Challenge verändert?

 
Mehr Energie!

Wir haben tatsächlich ab dem ersten Tag gemerkt, dass man sich mit Rohkost viel leichter fühlt und vor allem mehr Energie hat. Darüber war ich wirklich sehr überrascht, denn ich ernähre mich ja nun schon fast ein Jahr vegan und hatte immer viel Energie - jetzt konnte ich durch die Rohkost aber nochmal eine Schippe drauflegen und hatte durchgehend Power für den Alltag!
 
Weniger Schlaf!
 
Ab dem 3. Tag merkte ich, dass ich weniger Schlaf brauchte. Ich war morgens nach dem Aufstehen fit und ausgeruht und hatte vor allem tagsüber kein Tief mehr, welches mich ansonsten immer um ca. 16 Uhr ereilt hat ;-). Es war einfach weg und ich topfit - richtig gut!

 
Die Pfunde purzeln!

Mein Freund muss beziehungsweise will noch einiges abnehmen und versucht dies schon seit einer Weile ohne nennenswerten Erfolg. In dieser einen Rohkost-Woche hat er fast 3 kg abgenommen und dabei keineswegs gehungert, sondern sich immer satt gegessen. Bei mir stand am Ende der Woche ca. 1 kg weniger auf der Waage und mein Bauch fühlte sich deutlich flacher an als sonst. Generell ist das Körpergefühl viel besser.
 
Der Einkauf ist günstiger!

Wir haben unser Obst, Gemüse und die Nüsse im Supermarkt und auf dem Wochenmarkt gekauft. Insgesamt haben wir 30 % weniger für diese Woche ausgegeben. Extras wie Rohkost-Schokolade oder -Kuchen sind da nicht eingerechnet, aber das war ja sowieso Luxus.  
 
Weniger außergewöhnliche Produkte!

Eine Sache, die uns noch aufgefallen ist: man hat kein Problem mit dem Einkauf. Obst, Gemüse, Salate und Nüsse gibt es überall, egal ob beim Bauern, im Bioladen oder im Supermarkt. Spezielle Zutaten, wie Mandelmus, Sojajoghurt oder Brotaufstriche, brauchten wir in unserer Rohkost-Woche gar nicht. Somit ist meiner Meinung nach, auch in ländlichen Regionen, die Rohkost-Ernährung sogar einfacher als die "normale" vegane Ernährung, da man nicht nach speziellen Produkten suchen "muss".
 

Gab es auch Nachteile?

 
  • Entgiftungserscheinungen
 
Ich möchte ehrlich zu euch sein, denn es bringt euch ja nichts, wenn ich die Rohkost-Ernährung nur in den Himmel lobe. Je nachdem wie gesund ihr euch vorher schon ernährt habt und wie hoch euer Rohkost-Anteil bisher war, müsst ihr am Anfang der Umstellung mit Entgiftungserscheinungen rechnen. Dies ist nichts schlimmes, im Gegenteil, denn euer Körper wird dadurch gereinigt und das ist eigentlich ein sehr guter Schritt.
 
Bei uns kam es in dieser Woche sehr häufig zu einem aufgeblähten Bauch und vor allem bei mir zu Kopfschmerzen. Sie waren nicht unerträglich, aber haben mich irgendwie ständig begleitet. Die Entgiftungserscheinungen kann man zum Beispiel durch das RawTill4 Konzept abmildern, wenn man einmal am Tag eine gekochte Mahlzeit ist. Außerdem treten diese Symptome auch nur vorübergehend auf, bis euer Körper sich an die neue Kost gewöhnt hat.
 
  • Rohkost unterwegs
 
Als weiteren Nachteil würde ich sehen, dass man unterwegs ziemlich aufgeschmissen ist, wenn man nicht gerade das La Mano Verde in Berlin vor der Tür hat. Wenn man abends schön Essen gehen will, findet man schon sehr wenige rohvegane Gerichte hier in Lüneburg. Klar, grünen Salat gibt es immer, das war´s dann aber auch schon.
 
In dieser einen Woche war das kein Problem für uns. Längerfristig muss man sich aber sehr gut vorbereiten und gegebenenfalls vorher im Restaurant anrufen. Auch in der Uni bleibt, außer Salat, nichts Rohkost-taugliches mehr übrig. Hier gilt mal wieder: alles selbst mitbringen!
 
 

Meine Tipps zum Start in die Rohkost-Ernährung

 
Ich bin natürlich nach dieser einen Woche alles andere als ein Profi und habe auch von vielen Bereichen der Rohkost selbst noch keine Ahnung ;-). Dennoch möchte ich euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie der Einstieg meiner Meinung nach am besten klappt.
 
  • Mach dir keinen Druck! Dieser Punkt ist wohl am Wichtigsten. Bei der Rohkost gibt es kein "Ganz" oder "Gar nicht". Natürlich kannst du so wie wir von 0 auf 100 mit Rohkost loslegen, wenn du diszipliniert bist und Bock drauf hast. Aber Ausrutscher sind keine Katastrophe und RawTill4 wahrscheinlich der bessere Einstieg. In diesem Video erfährst du mehr über RawTill4 bei Freelee the Banana Girl.
 
  • Trinke viel! Wasser ist mega wichtig für unseren Körper. Nicht nur, um ihn natürlich mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen, sondern auch um Giftstoffe abzutransportieren. Auch wenn du viel wasserreiches Obst und Gemüse isst, solltest du trotzdem Wasser trinken. Ich habe da auch meine Probleme mit, aber 1,5 - 2 Liter sollten zu schaffen sein - besonders, wenn du ballaststoffreiche Nahrungsmittel zu dir nimmst.
 
  • Beginne die Rohkost mit Smoothies! Smoothies sind einfach nur Weltklasse, wenn du in die Rohkost starten willst. Sie sind Ruck Zuck fertig und schmecken super. Besonders zu empfehlen sind natürlich Green Smoothies, über die ich vor ein paar Wochen schon mal berichtet habe. Sie machen satt und sorgen für die optimale Nährstoffzufuhr. Und mega lecker sind sie sowieso.
 
  • Verbinde dich mit anderen Rohköstlern! Bücher und Videos sind spannend, noch besser ist es aber andere Rohköstler kennenzulernen und Tipps von ihnen zu bekommen. Egal ob über Facebook, vegane Stammtische oder YouTube Kanäle - alle Rohkostfans, die ich kenne, freuen sich total, wenn sie dir helfen und ein wenig den Weg weisen können.
 
  • Lege dir einen Mixer zu! Es muss nicht gleich der Vitamix sein (den ich dir aber seehr ans Herz legen kann), allerdings solltest du schon drauf achten, dass er sich für Smoothies oder selbstgemachte Pflanzenmilch eignet. Welche Marke du wählst, ist ganz allein deine Entscheidung.
 
Wir werden jetzt auf jeden Fall mehr Rohkost in unseren Alltag einbauen und haben uns vorerst für RawTill4 entschieden. Einmal am Tag kochen wir also und essen etwas Warmes und tagsüber gibt´s Rohkost. Ich bin gespannt, wie uns das bekommt und vor allem, was sich weiterhin für Veränderungen und spannende Sachen ergeben. Ich werde euch natürlich auf dem Laufenden halten :-)
 

Was haltet ihr von Rohkost und RawTill4? Lebt ihr selbst rohköstlich oder habt ihr es vor? Oder ist es vielleicht gar nichts für euch?

 
 
Stay tuned and vegan,
 
 
Juliane
 
 
 
 

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