Review: das bietet das neue Vegan Magazin Juni/Juli 2014


Als das erste Vegan Magazin von Christian Vagedes herauskam, war ich eine der ersten, die gespannt am Kiosk stand. Es war ziemlich gut! Deshalb stand ich auch bei der zweiten Ausgabe von Juni/Juli 2014 gleich am ersten Verkaufstag mit dem Heft unterm Arm an der Kasse. Auf dem Titelbild: Ellie Goulding, die seit einiger Zeit vegan isst. Weitere Storys: Grillen ohne Killen, vegane Mode und Schokolade selber machen. Klingt vielversprechend, doch die Euphorie ebbte ziemlich schnell ab. Hier mein Review zum aktuellen Vegan Magazin.

 
Wie auch beim ersten Heft, möchte ich euch das neue Vegan Magazin kurz vorstellen. Die Ausgabe Juni/Juli kostet 3,50 € und  sollte überall dort, wo es Zeitschriften gibt, erhältlich sein. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann bei mykiosk vorher nachschauen.

 

Der erste Eindruck

 
Wie auch beim ersten Magazin, finde ich das Design echt toll! Christian Vagedes ist seinem Stil treu geblieben und präsentiert die zweite Ausgabe in Schwarz/Weiß, Pink und Gelb, was sehr modern und frisch aussieht. Auf dem Titelbild ist Ellie Goulding zu sehen, die im Heft als "divergent, universal und vegan" dargestellt wird. Diese Story hat mich besonders interessiert, weil ich die Frau sehr interessant finde.
 
Das Editorial ist diesmal weniger inspirierend, sondern eher eine Aufzählung dessen, was uns im Heft erwartet - was man eine Seite weiter auch im Inhaltsverzeichnis erkennen kann. Sehr cool allerdings ist es, dass man zur mehrfach kritisierten konsequenten Kleinschreibung ein Statement abgibt.
 
"die kleinschreibung liegt uns trotz mancher kritik am herzen, weil sie auch ein symbol ist. dafür, dass wir einen eigenen, einen fortschrittlichen weg gehen.[...] übrigens haben wir für die konsequente kleinschreibung auch viel positives feedback bekommen. das zeigt: viele sind zum fortschritt bereit."
Auch wenn mir persönlich die Kleinschreibung immer noch nicht so gut gefällt, finde ich es sehr gut, dass man Kritik annimmt und zu seinem Konzept steht! Dafür gibt es auf jeden Fall einen dicken Pluspunkt!
 

Die Themen

 
Ein Blick in das Inhaltsverzeichnis war dann irgendwie doch eher ernüchternd. Vielleicht habe ich auch einfach andere Interessen, aber so richtig umgehauen hat mich keine Story auf den ersten Blick. Dennoch muss man auch hier wieder sagen: Das Magazin ist seriös, alles ist ziemlich gut recherchiert und niemand will missionieren. Die Themen sind sehr vielseitig und auf 130 Seiten sollte wohl für jeden ein spannender Bericht dabei sein. Mit dabei sind wieder persönliche Interviews, Bilderstrecken, Tipps und sogar wissenschaftliche Infos. Werbung wurde auch diesmal platziert (zum Beispiel von alles-vegetarisch.de oder Keimling.de), allerdings auch sehr passend und interessant für Neuveganer, die dadurch noch mehr Produkte und Shops kennenlernen können.
 
Ein paar Themen aus dem Heft:
 
- Uran auf Böden und im Wasser - ein Ergebnis der Ausnutzung von Tieren
- Ameisen im Haus - Tiere auf vegane Weise beseitigen
- Interviews mit Roger Cicero und Katharina Kuhlmann
- Bericht über Ellie Goulding
- Schokolade selber machen
- Die nachhaltige Handtasche Fotostrecke
- Reportage über "das budersand" Luxushotel auf Sylt
- Bericht über die Aktion Brieftaube
- Rezepte für veganes "Grillen ohne Killen"
- ein Hip-Hop Stück von Fabrice Traub
- Interview mit Diana Fabbricatore über Multiple Sklerose
 

Ich muss sagen, die einzelnen Themen haben mich diesmal nicht wirklich überzeugt. Die Ratschläge und Rezepte sind super, auch die Tipps für selbstgemachte Schokolade haben mir sehr gut gefallen. Für alle Modebegeisterten ist die Fotostory über vegane und nachhaltige Handtaschen ebenfalls ein sehr gelungenes Thema, denn sie ist wirklich sehr schön gemacht. Wie man Gold wäscht, wie gut mein Strom ist oder wann Roger Cicero vielleicht mal vegan essen will - das fand ich dann doch eher unspektakulär.
 
Sehr enttäuscht bin ich von der Ellie Goulding-Story. Immerhin ist sie auf dem Titelblatt zu sehen und da habe ich zumindest erwartet, dass man ihren Weg zum Veganismus beleuchtet. Stattdessen gibt es zwei Seiten, in denen Songtexte von ihr übersetzt und als eine Art Lebensphilosophie dargestellt werden. Den Bezug zum Veganismus gibt es hier vielleicht in 4-5 Zeilen. Sehr schade! Da hätte Katharina Kuhlmann auf dem Titelbild doch eine bessere Figur gemacht!
 

Fazit

 
Das Vegan Magazin Juni/Juli 2014 hat mich diesmal nicht so sehr überzeugt wie das erste Exemplar. Es gibt durchaus interessante Berichte und Anregungen, die ich echt empfehlen kann. Bei vielen Themen fehlt mir aber irgendwie der vegane rote Faden, der beim ersten Heft ganz deutlich zu spüren war. Auch die Begeisterung für die vegane Lebensweise kam in dieser Ausgabe nicht ganz so stark zur Geltung. Natürlich sind diese Einschätzungen immer subjektiv und jeder empfindet das vielleicht anders. Vielleicht kauft ihr euch das Magazin einfach und entscheidet selbst ;-). Ich bin schon gespannt auf die nächste Ausgabe im August.
 
 
Stay tuned and vegan,
 
 
Juliane

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