7 spannende Fragen an.... Robert vom Rohkost1x1

Rohkost - vor diesem Wort schrecken viele erst einmal zurück, weil es sich ziemlich einseitig anhört. Ich muss sagen, in meiner veganen Zeit habe ich mich noch nicht so intensiv mit Rohkost beschäftigt. Klar, ich esse viel Obst + Gemüse und trinke Smoothies, aber ausschließlich von veganen und rohen Produkten zu leben, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Je mehr ich mich aber mit dem Thema beschäftigt habe, desto faszinierender wurde es für mich. Ich wollte mehr erfahren und euch dran teilhaben lassen - deshalb gibt es heute ein witziges, inspirierendes und spannendes Interview mit Robert, einem echten Star der Rohkost-Küche.
 


Rohkost - was bedeutet das überhaupt? Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach - je mehr rohe, naturbelassene Lebensmittel du zu dir nimmst, umso besser wird es dir gehen. Stark verarbeitete und konservierte Kost ist unserem Körper hingegen nicht so zuträglich. Das ist eigentlich bis hierhin kein Geheimnis mehr. Aber was bewirkt die Rohkost tatsächlich? Was kann ich dann noch essen? Und wie starte ich am besten? Das verrät uns Robert, der den erfolgreichen Blog Rohkost1x1 ins Leben gerufen hat.
 
Robert kommt aus Berlin, ist 24 Jahre alt und ein super begeisterter Rohkost-Fan. Auf seiner Homepage sagt er, dass die Ernährungsumstellung die bisher beste Entscheidung seines Lebens war.
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Vielen Dank, dass du mitmachst und uns ein paar Fragen beantwortest! Ich bin sehr gespannt :-) 

 

Wie bist du zur Rohkost gekommen? Was war der Auslöser dafür?

 
Zur Rohkost bin ich durch meine Mama gekommen. Sie ernährte sich zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr lang rohköstlich. Und da ich gesehen hab, was sich bei ihr alles verändert hat (20 kg abgenommen, verjüngt, viel reinere Haut, fitter als vor 10 Jahren), hab ich mir gedacht „Das muss ich auch ausprobieren!“.

Eigentlich war mein Plan, eine Woche lang rohköstlich zu essen und dann zu entscheiden, ob das was für mich ist oder nicht. Doch schon nach ein paar Tagen war mir klar, dass es bei einer Woche nicht bleiben würde. Es war phänomenal!

 

Was ist das Besondere an Rohkost, wo siehst du die Vorteile?

 
Die Liste an Vorteilen ist riesig! Aber der für mich stärkste Vorteil der Rohkost-Ernährung ist die um Einiges leichtere Verdaulichkeit von rohem Obst und Gemüse. Jeder kennt das: Nach einem fettigen Mittagessen mit Pommes, Schnitzel und Co. fühlt man sich regelrecht erschlagen und sehnt sich nach einem Mittagsschlaf. Das liegt daran, dass der Körper enorm viel Energie für die Verdauung von fettigen und stark erhitzten Speisen benötigt - Energie, die uns dann wiederum nicht zur Verfügung steht. Anders sieht es aber aus, wenn man seine Nahrung roh zu sich nimmt. Diese zu verdauen ist vergleichsweise ein Kinderspiel. Die Folge: Wir fühlen uns beschwingt und energiegeladen, auch direkt nach dem Essen.

Denn bei der Erhitzung über 42 Grad („Die magische Rohkost-Grenze“) werden die Enzyme in der Nahrung, die für eine unproblematische Verdauung unerlässlich sind, in Mitleidenschaft gezogen.


Was hat sich bei dir verändert, seitdem du dich auf diese Weise ernährst?


Nach den Veränderungen musste ich nicht lange suchen. :-D
Ich hab vor Energie gesprüht! Noch nie zuvor hab ich mich so gut gefühlt. Viel leichter, viel wacher. Einfach wie ein neues Leben!
 
Und ich muss dazu sagen, dass auch schon vorher recht fit war - ich war zu dem Zeitpunkt 21 und hab super viel Sport gemacht. Daher hat es mich ja auch total vom Hocker gehauen, dass ich so enorme Veränderungen gespürt habe.

Neben den krassen körperlichen Auswirkungen hat sich aber auch auf psychischer Ebene eine Menge getan. Ich bin der Meinung, wenn man in einem Bereich seines Lebens anfängt, grundlegende Dinge zu hinterfragen und zu verändern, dann wird sich diese Denkweise nach und nach auch auf andere Gebiete ausweiten. Ich lebe seitdem viel bewusster, beschäftige mich mit den Dingen im Leben, die wirklich zählen, anstatt mich von Wochenende zu Wochenende zu hangeln und nur Partys, Shoppen und Alkohol im Kopf zu haben - wie das für viele in meinem Alter leider normal ist.
 
Wenn ich zurück blicke, was sich in den 3 Jahren seit meiner Ernährungsumstellung alles getan hat, wird mir das manchmal sogar selbst ein wenig unheimlich. Damals hab ich studiert ohne wirklich Spaß dran zu haben und hatte keinen blassen Schimmer, was ich mit meinem Leben anfangen will. Heute bin ich selbständig, kann von jedem Ort der Welt arbeiten und liebe das, was ich den ganzen Tag lang tue.
 
Versteh mich bitte nicht falsch: Ich erzähle das nicht um anzugeben, sondern um Dich zu inspirieren, auch für Deine Träume los zu gehen! Und ich bin der Meinung, dass meine Ernährung daran einen gehörigen Anteil hat. Denn sie versorgt mich mit Unmengen an Energie! Mehr als ich manchmal nutzen kann. :-D
 
Aber wenn Du nicht totaler Rohköstler werden willst, ist das auch völlig okay. Denn die Rohkost-Ernährung ist ja keine alles-oder-nichts-Sache. Schon wenn Du den Obst- und Gemüseanteil in Deiner Nahrung ein wenig erhöhst, wirst Du positive Auswirkungen spüren!

 

Gibt es auch Nachteile? Fehlt dir etwas?


Auch wenn sich das bisher vielleicht so angehört hat, nur wenn man sich rohköstlich ernährt wird nicht automatisch den ganzen Tag die Sonne scheinen und der Himmel voller Geigen hängen. Gerade am Anfang gibt es eine ganze Menge an Hürden zu überwinden. Was soll ich den ganzen Tag lang essen? Wie werde ich satt? Was soll ich meinen Freunden und meiner Familie erzählen? Was mache ich, wenn mich doch mal Gelüste packen?

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Start in die Rohkost-Welt echt nicht leicht ist. Daher empfehle ich jedem, es langsam angehen zu lassen. Anstatt sich von einem auf den anderen Tag 100-prozentige Rohkost aufzubürden, ist es nicht nur erfolgsversprechender, sondern auch einfacher, Schritt für Schritt vorzugehen. Steigere den Rohkost-Anteil langsam. Dadurch gibst Du Deinem Körper die Möglichkeit, sich daran zu gewöhnen. Denn gerade am Anfang befriedigt ihn das wasserreiche Obst und Gemüse nicht wirklich, schließlich ist der Körper kompakte Nahrung (Brot, Nudeln, Kuchen, etc.) gewöhnt.
 
Im Laufe meiner Rohkostzeit habe ich eine ganze Menge gelernt. Denn ich gebe zu, anfangs hab ich es mir schon ein bisschen leichter vorgestellt. Und aus diesem Grund hab ich letztes Jahr im November meinen Blog, das Rohkost 1x1 ins Leben gerufen. Damit nicht jeder Rohkostanfänger noch mal die gleichen Erfahrungen wie ich machen muss. Reicht ja, wenn einer auf die Schnauze geflogen ist. :-D

 

Erzähl uns doch mal von deinem Lieblingsgericht ;-)


Puh, das ist schwer. Ich hab echt unzählige Lieblingsgerichte. Aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wahrscheinlich sagen: Rohköstliche Nutella-Bananen Crêpes.
 
Ich bin schon immer ein echter Süßschnabel! Früher war bei mir jeden Montag Crêpes-Tag - da hab ich mich immer schon das ganze Wochenende drauf gefreut! Das fiel dann natürlich weg, als ich mit der Rohkost-Ernährung begonnen hab. Doch eines Tages bin ich im Internet auf ein Rezept für eine Rohkost-Variante meiner geliebten Köstlichkeit gestoßen. Diese hab ich dann noch ein wenig abgewandelt und dann war er fertig: Der Ersatz, der noch viel besser schmeckt als das Original!
 
Das genaue Rezepte gibt es hier auf meinem Blog: http://www.rohkost1x1.de/3-plus-3-rezepte-bananen-crepes-nutella/

 

Wie alltagstauglich ist das Ganze denn?


Um es kurz zu machen: Man muss bereit sein, Kompromisse einzugehen. Denn als Rohköstler ist man in seinem sozialen Leben schon ein wenig eingeschränkter. Essen gehen mit Freunden, gemeinsames Grillen, Familienfeiern - diese Dinge werden natürlich komplizierter. Aber ich finde, wenn man ein wenig clever und anpassungsfähig ist, ist es auch kein Hexenwerk. In jedem Restaurant bekommt man einen Salat und wenn man den Kellner um ein paar Extrawünsche bittet, werden diese meist auch berücksichtigt. Es funktioniert übrigens super, wenn man sagt, dass man Unverträglichkeiten gegenüber speziellen Nahrungsmitteln hat. Denn welcher Koch will schon einen kotzenden Gast riskieren? :-D
 
Man muss sich halt fragen, ob man bereit ist, in einigen Bereichen Abstriche zu machen. Für mich ist die Antwort ganz klar: JA! Denn die positiven Auswirkungen, die die Rohkost-Ernährung nach sich zieht, sind für mich Tausend Mal größer!

 

Was würdest du jemandem raten, der mehr Rohkost in seine Nahrung integrieren will? Was hat es mit der Rohkost 1x1 Akademie auf sich?

 
Wie schon gesagt, das Wichtigste meiner Meinung nach ist, es langsam angehen zu lassen und sich zu nichts zu zwingen. Denn das würde eh auf Dauer nicht funktionieren und sorgt nur für Frust. Niemand hat was davon, wenn Du eine Woche 100-prozentige Rohkost durchziehst, aber dann hinwirfst, weil die Umsetzung zu schwierig geworden ist und Dir einredest, dass gesunde Ernährung nichts für Dich ist.
 
Super wichtig ist auch, sich mit Menschen zu umgeben, die sich auf dem gleichen Weg befinden, wie man selbst. Denn als gesundheitsbewusster Mensch kann man sich in einer fleischessenden und Fast Food verrückten Gesellschaft schon mal wie ein Alien vorkommen.
Und genau diese beiden Dinge, konkrete Strategien und Tipps zur Umsetzung sowie eine sich gegenseitig unterstützende Community, habe ich in der Rohkost 1x1 Akademie zusammen geführt. Sie ist das erste digitale Rundumprogramm für jeden Rohkostinteressierten, der auf seinem Weg ein wenig Unterstützung gebrauchen kann.
 
Im März habe ich gestartet - mit 30 Personen. Und die Resonanz hat mich echt umgehauen! Es wurden zahllose Kilos abgenommen und die Freude an der Ernährung zurück erlangt. Jeder unterstützt den anderen. Die Erfolge werden gemeinsam gefeiert. Und wenn etwas nicht nach Plan läuft, spricht man sich gegenseitig Mut zu. Ich bin immer noch ganz geflasht! Und so hab ich mich entschieden, die nächste Klasse zu starten. Damit noch mehr Menschen in den Genuss der unglaublichen Vorzüge der Rohkost-Ernährung kommen können. Am 22. Juni wird es dann soweit sein.
 
Wer mag, kann sich aber schon jetzt die kostenlose Leseprobe herunterladen und ein wenig reinschmökern. :-)
 
 
 

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Ich muss wirklich sagen, dass mich das Thema sehr interessiert und ich sehr gern mehr Rohkost in meinen Alltag einbauen würde, ganz ungezwungen. Mein Problem war bisher nicht, dass ich da keine Lust drauf habe, sondern, dass mir ganz einfach die Ideen für gute und vor allem sättigende Gerichte fehlten. Im Internet gibt es jedoch eine große Bandbreite an tollen Rezepten - das zeigt, dass immer mehr Leute von der Rohkost profitieren und diese Ernährungsform immer beliebter wird.
 

Habt ihr Erfahrungen mit Rohkost? Erzählt mir doch mal davon! :-)

Was sind eure liebsten Rohkost-Rezepte?

 
Stay tuned and vegan,
 
 
Juliane

1 Kommentar

  1. Juliane, tausend Dank für dieses wunderbare Interview! Es hat riesigen Spaß gemacht! :)

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